Larvik
Am 31.07.2009 wurde unsere Küste von einem Sturm heimgesucht und dabei geschah das Unglück. Der russischer Frachter
"Full City" wurde an die Küste vor Larvik gedrückt, ist auf Grund gelaufen und dabei leck geschlagen. Einige die den Funkverkehr mithörten, meinen, daß es Sprachprobleme gab, die Mannschft kein englisch sprach. Am 01.08. meldet die Zeitung "Aftenposten"
daß das Öl auf dem Weg ins Landesinnere ist und sich an der Küste ausbreitet. Das Schlimme war, daß der Sturm anhielt und es
keine Möglichkeiten gab, an das Schiff heran zu kommen. Das Schiff hatte wohl mehrere Lecks in der Nähe der Schraube. Aber es wurde versucht, soviel Öl wie möglich mit Lenspumpen abzusaugen. Am 03.08 kam die Warnung, daß es sich um Schweröl handelt und absolut gefährlich für die Gesundheit ist.
Es wurde vom baden abgeraten und das angeln und der Verzehr von Fischen nicht empfohlen. Der Ölteppich zieht sich mittlerweile von Larvik bis nach Grimstadt. Es meldeten sich viele Freiwillige und Spezialisten aus dem Ausland. Wir haben bei unserer freiwilligen Hilfe in der Auffangstation für die geschädigten Vögel, Helfer aus Belgien & Deutschland getroffen. Von unserer Arbeit dort, erfahrt ihr mehr in einem Extrateil.
Nun noch eine Liste der gefundenen Arten:
Ærfugl 738/ Eiderenten
Gråmåke 93 Silbermöven
Storskarv 86 Kormoran
Tjeld 38 Austernfischer
Siland 35 Mittelsäger
Svartbak 33 Mantelmöve
Sjøorre 32 Samtmöve
Strandsnipe 27 Flußuferläufer
Fiskemåke 23 Sturmmöve
Knoppsvane 19 Höckerschwan
Gravand 12 Brandgans
Polarsnipe 12 Knutt
Grågås 10 Graugans
Gråhegre 10 Graureiher
Hettemåke 10 Lachmöve
Svartand 8 Trauerente
Kråke 7 Aaskrähe
Linerle 7 Bachstelze
Makrellterne 7 Flußseeschwalbe
Gluttsnipe 6 Grünschenkel
Sildemåke 6 Heringsmöve
Sandlo 5 Sandregenpfeifer
Krikkand 4 Krickente
Stokkand 4 Stockente
Teist 4 Gryllteiste
Skjærpiplerke 3 Strandpieper
Grønnstilk 2 Bruchwasserläufer
Rødstilk 2 Rotschenkel
Toppskarv 2 Krähenscharbe / Kormoran
Sandløper 1 Sanderling
Tundrasnipe 1 Sichelstrandläufer






Teil2 Bei Sturm ist ein russischer Frachter auf Grund gelaufen und Leck geschlagen.
Seitdem läuft jede Menge Schweröl aus und hat große Teile der Küste hier im Süden verseucht.
Die Rettungskräfte sind seit dem Tag und Nacht im Einsatz und versuchen das Schlimmste zu verhindern.
Gleichzeitig wurde die Bevölkerung aufgerufen, sich als freiwillige Helfer zu melden. Und so haben wir uns
kurzfristig entschlossen mit zu helfen. Am Freitag und Samstag sind wir nach Langesund ( Richtung Kragerø ) gefahren
und packen nun tatkräftig mit an. Zuerst haben wir beide an den Auffangbecken mitgebaut, in denen die stärksten Vögel
nach der Reinigung und Erstversorgung gesammelt werden. Die Schwächsten werden in Zelten und großen Kisten versorgt.
Samstag war ich bei den Vögeln in den Zelten. Zuerst werden sie gereinigt und medizinisch versorgt.
Dann bekommen sie zerkleinerten Fisch und Krabben, die zu Brei verarbeitet werden und Ihnen dann in Spritzen und
Schläuchen direkt in den Magen gefüttert werden. Viele schaffen es trotzdem nicht. Insgesammt wurden schon über
1250 Seevögel gefangen. Der größte Teil sind Eiderenten, aber auch Kormorane, Schwäne und Fischreier. Das betroffene
Gebiet ist zum größten Teil Vogel- und Naturschutzgebiet. Hier sammeln sich auch im Herbst die Zugvögel zum Flug in
den Süden. Aber zum Glück jetzt noch nicht. Aber es ist trotzdem schlimm zu sehen. Es sind auch viele Helfer aus dem Ausland da,
z.B. von Greenpeace. Wir haben mit anderen Deutschen und Belgiern gesprochen. Einige fahren um die ganze Welt und helfen, wenn
solche Naturkatastrophen geschehen.
Montag fahren wir wieder hin. Heute waren wir hier in "Mølen". Das ist ein Ausflugsgebiet am Wasser mit riesigen Steinfeldern
aus der Wikingerzeit. Dort sieht es schlimm aus. Micha ist bis an die Steine herangegangen und hat Bilder gemacht. Es macht einem
schon Angst, wenn man überlegt, wie lange es dauert und wie schwierig es ist, das alles wieder sauber zu kriegen.Insgesamt sind bisjetzt 31 Arten gefunden worden .Mittlerweile wurde das Schiff in die Werft gezogen und die Reinigungsarbeiten sind abgeschloßen aber man rechnet damit das es noch 20Jahre dauert bis alles verschwunden ist.Schätzungen zufolge belaufen sich die Kosten für den gesamten Katastropheneinsatz auf über 50 Millionen Euro,es waren ungefähr 700.000 liter Schweröl etwas gutes hatte es auch die Colorline hat sich entschlossen ihre Schiffe nicht mehr mit Schweröl zu fahren.